CONCORDIA-Vereinsgeschichte

1875

 

Geburtsstunde der Concordia.

Am 21. Juni 1875 trafen sich im Gasthaus zur Krone einige ideal denkende Männer mit Begeisterung und Liebe zum Gesang, um einen Gesangverein ins Leben zu rufen. Nach reiflicher Überlegung wurde mit dem Namen: „Männergesangverein Concordia 1875“ Reichenbach unser Verein aus der Taufe gehoben. Die Namen der Vereinsgründer sind uns erhalten geblieben:

Franz Ignaz Anderer, Leopold Bauer Nikolaus Kraft, Franz Anton Becker, Leopold Anderer, Wilhelm Lehre, Christian Becker, Joh. Martin Schwab, Ignaz Becker Ed,. Sohn, Johannes Schroth, Ignaz ecker, Wendelin Weckenmann, Anton Bauer, Johann Altenbach, Pius Becker, Ferdinand Kraft, Franz Ignaz Kraft, Albert Becker, Ignaz Schall, Franz Jakob Becker, Julius Schäfer, Julius Becker, Alban Ohl, Gregor Anderer, Leopold Kraft, Anton Kraft, Karl Josef Becker, Benedikt Becker, Leonhard Lang, Johannes Becker, Josef Schwab, Georg Becker, Robert Ohl, Michael Bauer.

Franz Ignaz Anderer wurde zum 1. Vorstand und Benedikt Becker zum Kassier gewählt. Die musikalische Leitung übernahm der damalige Hauptlehrer Keim. Am 7. August wurden die Statuten des Vereins von Oberamtmann Lumpp in Ettlingen genehmigt. Im Paragraph 13 dieser Statuten wurde von den Mitgliedern verlangt, dass sie sich: „innerhalb und außerhalb des Vereins eines anständigen, gesitteten und männlichen Betragens befleißigen“.

So streng waren damals die Sitten. Dieser Paragraph zeigt, welche Werte für die Vereinsmitglieder damals wichtig waren. Die Gründer sahen die Aufgabe des Vereins vornehmlich in der Pflege des schönen Volksliedes und der kameradschaftlichen Geselligkeit. Für diese Ideale haben Vereinsleitung und Sänger jederzeit ihre ganze Kraft eingesetzt.

 

 

1882

 

Durch die Opferfreudigkeit der Mitglieder war es möglich, dass bereits im Jahre 1882 die erste Fahnenweihe stattfinden konnte. In den Anfangsjahren blieb der Verein ein bescheidenes „Pflänzchen“ mit nur 44 Mitgliedern. Dies war auch darauf zurückzuführen, dass der katholische Männerverein auch eine Gesangabteilung hatte, die sich „Constantia“ nannte. Auf den katholischen Männerverein blickte das Bezirksamt mit Argwohn, weil es wohl an der patriotischen Gesinnung dieses „klerikalen“ Vereins zweifelte.

 

 

1894

 

Die „Concordia“, so der Ettlinger Amtmann anlässlich der Ortsbereisung im Jahre 1984, sei im Gegensatz zur „Constantia“ ein „ehrlicher“ Verein! Als sich die „Constantia“ im folgenden Jahr mit dem Einverständnis von Pfarrer Staiger auflöste, offenbar war dem Seelsorger daran gelegen, die dem dörflichen Frieden wenig zuträgliche Rivalität zwischen dem katholischen Männerverein und dem Gesangverein zu beenden, erlebte die „Concordia“ einen deutlichen und stetigen Aufschwung.

 

 

1897

 

wurde die zweite Fahne geweiht. Zu diesem Zeitpunkt zählte der Verein bereits 71 Mitglieder.

Um die Jahrhundertwende wurde die stattliche Anzahl von 100 Mitgliedern erreicht und die Mitgliederzahl nahm nun ständig zu.

 

 

1900

 

Bei der Generalversammlung trat der bisherige 1. Vorstand Franz Ignaz Anderer nach 25-jähriger Amtszeit zurück. An seine Stelle trat Herr Leopold Anderer, Kistenfabrikant. Er genoss hohes Ansehen in der Gemeinde und leistete durch sein Wissen und Können lange Jahre viel für den Verein. Der Vorstandswechsel bewirkte auch einige Änderungen innerhalb des Vereinslebens. In den ersten 25 Jahren hatte sich der Verein ausschließlich auf innerörtliche Aufgaben beschränken müssen. Nach der Jahrhundertwende, als auch im Albtal für breitere Volksschichten der soziale Fortschritt kam, stieg die Mitgliederzahl stetig an und es konnte alljährlich ein Ausflug gemacht werden. Die Kriegsjahre hinterließen auch im Vereinsleben große Lücken. 25 Sänger der „Concordia“ mussten im Ersten Weltkrieg ihr Leben lassen. Aber dank des bewährten Idealismus seiner Mitglieder konnte der Verein auch in den schweren Nachkriegsjahren eine rege Tätigkeit entfalten. 150 Getreue hatten sich bald wieder gefunden. Besondere Ereignisse für die ganze Dorfgemeinschaft waren die großen Feste der „Concordia“.

 

1925

 

Im Mai feiert der Verein sein 50-jähriges Jubiläum mit einem großen Fackelzug, Festbällen und einem Preissingen, an dem 14 Männerchöre teilnahmen. Zu diesem Zeitpunkt konnte der Verein die stattliche Zahl von 228 Mitgliedern aufweisen.

In den folgenden Jahren nahmen die Sänger der „Concordia“ wiederholt an Preissingen befreundeter Chorvereinigungen teil.

 

 

1931

 

In diesem Jahr trat der 1. Vorstand Leopold Anderer von seinem Posten zurück, den er nun seit 31 Jahren innehatte. In dieser langen Zeit hatte er mit Umsicht und Tatkraft an der Spitze des Vereins gestanden. Als Dank für seine Arbeit wurde er zum Ehrenvorstand ernannt. An seine Stelle als 1. Vorstand trat der bisherige 2. Vorsitzende Franz Sales Becker.

 

1933

 

Der politische Umbruch hatte für die „Concordia“ keine wesentliche Bedeutung. Als im Frühjahr Emil Lang aus Karlsruhe als Chorleiter gewonnen wurde, machte der Verein große gesangliche Fortschritte.

 

1935

 

Im Juli konnte das 60-jährige Stiftungsfest gefeiert werden. Dieses wurde wiederum mit einer Fahnenweihe verbunden.

 

1936

 

Im Februar legte Franz Sales Becker sein Amt als 1. Vorsitzender nieder; an seine Stelle trat Franz Anderer. Dem Einsatz der Männer, die nicht ins Feld mussten, war es zu verdanken, dass die Vereinstätigkeit auch während des Zweiten Weltkrieges nicht ganz zum Erliegen kam. Die Proben fanden immer an Sonntagen statt, so dass der Verein auch während des Krieges seiner Aufgaben, wenn auch zahlenmäßig geschwächt, gerecht werden konnte.

 

 

1941

 

Es wurde sogar ein Kriegskonzert abgehalten. Ferner waren die Sänger dreimal in Karlsruher Lazaretten und haben die Verwundeten durch ihre Lieder erfreut. Je länger der Krieg dauerte, umso kleiner wurde allerdings die Sängerschar. Doch die wenigen, die noch zuhause waren, hielten treu zusammen, so dass jede Beerdigung währen des Krieges durch Grablieder mitgestaltet werden konnte.

 

1945

 

Schon wenige Monate nach dem Zusammenbruch des Dritten Reiches fanden sich die aus dem Krieg heimgekehrten Sänger wieder zu Proben zusammen. Aber die amerikanische Militärregierung machte im Zuge ihrer anfänglich gründlichen Entnazifizierungspolitik die Zulassung des Vereins von einer politischen Überprüfung der Vorstandsmitglieder abhängig.

 

1947

 

Erst nachdem das Bürgermeisteramt der zuständigen Behörde bestätigt hatte, dass diese vom „Gesetz zur Befreiung vom Nationalsozialismus“ nicht betroffen seien, erhielt der Verein im Januar die offizielle Genehmigung, seine Tätigkeit weiterzuführen.

 

1948

 

Nach der Währungsreform im Juni stand der Verein über Nacht erneut vor dem Nichts. Man musste wieder bei Null anfangen. Die von politischer Stabilität und wirtschaftlichem Aufschwung geprägten Nachkriegsjahre waren für die „Concordia“ eine Zeit stetiger und harmonischer Aufwärtsentwicklung. Unter der Führung von Franz Anderer als 1. Vorstand konnten schon bald Konzerte, Gartenfeste und Vereinsfeste abgehalt

 

1950

 

Vom 1. bis 3. Juli wurde das 75-jährige Bestehen des Vereins würdig und gebührend gefeiert.

 

1952

 

Im März trat der Chorleiter Emil Lang nach über 18-jähriger Tätigkeit aus Altersgründen als Dirigent zurück. In den folgenden Jahren wurden die Aufgaben des Vereins immer größer.

 

1956

 

Der Verein stand wieder vor der Notwendigkeit, nach einem neuen Dirigenten Ausschau zu halten. Nach reiflicher Überlegung konnte Herr Egon Schroff für diese Aufgabe gewonnen werden. Es zeigte sich schon bald, dass der Verein mit dieser Wahl eine sehr glückliche Hand hatte. Unter seiner Leitung konnten die Sänger schöne Erfolge erzielen.

 

1962

 

Nach dem plötzlichen Tod am 23. August des 1. Vorsitzenden Franz Anderer, der den Verein über mehr als 26 Jahre mit viel Geschick und persönlichem Opfergeist durch schwere Zeiten erfolgreich geführt hatte, übernahm der langjährige 2. Vorsitzende Josef Vogel bis zur nächsten Generalversammlung im Jahr 1963 die Vereinsführung. Im November wurde Franz Becker zum Sängervorstand gewählt.

 

 

1963

 

Bei der Generalversammlung am 13. Januar wurde dann Helmut Völkle mit großer Mehrheit zum 1. Vorsitzenden gewählt. Mit der Wahl des neuen Vorsitzenden Helmut Völkle begann eine neue Ära und der Verein erlebte einen stetigen Aufwärtstrend. Die Jugendarbeit wurde forciert; es folgten zahlreiche Konzerte und Veranstaltungen, die zum Teil zusammen mit dem Ittersbacher Kinderchor durchgeführt wurden. Beim Wertungssingen am 14. Juli in Ittersbach konnte der Verein mit der Note „hervorragend“ die Heimreise antreten.

 

1965

 

Im Jahr des 90-jährigen Bestehens nahmen die Sänger am 29. Mai beim Bundesliederfest in der Karlsruher Schwarzwaldhalle teil. Ein Kritiker urteilte damals in der Tagespresse:…“Concordia Reichenbach, das sind wohl die jüngsten Sänger, denen ich bei dem Liederfest begegnete. Die Stimmbehandlung und die Gabe, ein Lied zu runden und ohne Kunstgepräge zu singen, deuten auf die Schule von Egon Schroff hin. Und darin liegt die schönste Anerkennung für den jungen und vorbildlich disziplinierten Chor“.

Im April waren die Sänger zu Gast im Studio Karlsruhe des Süddeutschen Rundfunks. Die vorgetragenen Lieder wurden aufgenommen und am 15. August im Programm des SDR ausgestrahlt.

 

1968

Anlässlich der Bundesgartenschau gaben die Sänger ein Konzert auf der Seebühne im Karlsruher Stadtgarten. Als im gleichen Jahr das Reichenbacher Kurhaus in Anwesenheit von Landrat Groß eingeweiht wurde, war der Männerchor ebenso mit von der Partie wie unsere Theatergruppe mit einer gelungenen Aufführung. Auch bei der Einweihung der kath. Kirche durch Erzbischof Hermann Schäufele hat unser Männerchor die Einweihungsfeier mit Chorgesang festlich umrahmt. Am Volkstrauertag nahmen die Sänger auf de Soldatenfriedhof in Bad Niederbronn im Elsass aktiv an einer Gedenkfeier zu Ehren der dort bestatteten 17.000 Gefallenen des Zweiten Weltkrieges teil.

 

1969

Mit der Gründung des Knabenchores, dem ersten Knabenchor im Landkreis Karlsruhe, wurde ein weiterer großer Schritt in die Zukunft des Vereins getan. Dank des unermüdlichen und persönlichen Einsatzes des 1. Vorsitzenden Helmut Völkle konnten die anfänglichen Schwierigkeiten schnell überwunden werden und so konnte bereits an Weihnachten der Knabenchor zum ersten Mal auftreten. Zusätzliche Arbeit gab es selbstverständlich auch für den Chorleiter Schroff, der dem Knabenchor die ersten Gehversuche beibrachte und ihn schnell zu beachtlichen Leistungen führte. Bei der ersten Singstunde am 21. Oktober bestand der Chor aus 43 Knaben im Alter von 8 bis 14 Jahren. Heute stellt der Kinder- und Jugendchor einen festen Bestandteil des Vereins dar, der nicht mehr wegzudenken ist.

 

1973

Nach 17-jähriger erfolgreicher Arbeit als Chorleiter der Concordia hatte Herr Schroff den Wunsch, seine Tätigkeit als Chorleiter aus Altersgründen zu beenden. Diesem Wunsch konnte sich die Verwaltung jedoch wegen der hervorragenden Fähigkeiten und Leistungen von Herrn Schroff nur schwer anschließen. Letztlich erklärte Herr Schroff sich bereit, den Jugendchor weiterhin musikalisch zu betreuen.

Als Dank für seine Verdienste wurde er am 30. Dezember zum Ehrenchorleiter ernannt. Er ist damit der zweite Chorleiter dem in der 125-jährigen Geschichte des Vereins diese Ehre zuteil wurde. Mit Konrektor Dieter Maser konnte schon bald ein neuer Chorleiter verpflichtet werden, der würdig in die Fußstapfen seines Vorgängers trat.

 

1975

Ein Höhepunkt in der Vereinsgeschichte war zweifellos das 100-jährige Jubiläum der „Concordia“ in diesem Jahr. Das Fest wurde mit einem großen, farbenprächtigen Festumzug mit 40 Gruppen und einem freundschaftlichen Sängerwettstreit unter Mitwirkung von 42 Vereinen gefeiert. Beim Festbankett am 24. Mai im vollbesetzten Kurhaussaal würdigte Landrat Dr. Ditteney in seiner Festrede die Verdienste des Vereins um den Männergesang durch die Verleihung der nach dem Begründer der ersten „Lidertafel“ (1809) ernannten „Zelter-Plakette“, eines Kulturpreises, der 1922 vom preußischen Innenminister Boelitz gestiftet wurde. Glanzpunkte im Festprogramm beim Jubiläumsfest waren der Auftritt von Heino, Gitti und Erika und Gustl Eder sowie der „Reichenbacher Abend“, der unter Beteiligung von 14 Vereinen zum 1. Mal durchgeführt wurde.

 

1977                                                                        

Der 1. Vorsitzende Helmut Völkle bat die Verwaltung am 28. November aus beruflichen Gründen um Entlassung aus seinem Amt. Helmut Völkle hatte in den 15 Jahren seiner Vorstandstätigkeit den Verein zu großen Erfolgen und zu hohem Ansehen innerhalb und außerhalb der Gemeinde Waldbronn geführt. Seine Verdienste waren die Weiterentwicklung der Chorarbeit, Gründung des Knabenchores, Ausbau der Fastnachtsprogramme vom ursprünglichen Vereinskappenabend zur professionellen Prunksitzung.

 

1978

In der 103. Generalversammlung am 11. März wurde Franz Becker zum 1. Vorstand gewählt. Franz Becker war kein Neuling in der Verwaltung, denn er war bereits 15 Jahre als Sängervorstand in der Verwaltung tätig und hatte dieses Amt im November 1977 an Wolfgang Anderer übergeben, der zuvor sich als Jugendleiter bewährt hatte.

 

1979

Im Mai kündigte Konrektor Dieter Maser seine Tätigkeit als Chorleiter. Als neuer Chorleiter konnte ab September Chordirektor Hans Jürgen Isele gewonnen werden. Es zeigte sich bald, dass mit dieser Entscheidung eine sehr gute Wahl getroffen wurde.

 

1980

Aus dem bestehenden Knabenchor wurde ein gemischter Kinderchor gegründet. Die gesangliche Schulung des Kinderchores übernahm Hans Jürgen Isele.

 

1982

Der in der Geschichte des Vereins wohl bedeutendste gesangliche Auftritt des Chores fand in diesem Jahr bei einer Papstmesse auf dem Petersplatz, vor dem Petersdom in Rom statt. Für diese Romreise wurde eigens ein gemischter Chor, der „Romchor“ gegründet, der sich durch viele Sonderproben auf diesen gesanglichen Auftritt vorbereitete. Am 19. Mai startete die „Concordia“ mit 176 Teilnehmern, davon über 100 Sängerinnen und Sänger, in 3 Bussen zu einer 5-tägigen Reise nach Rom. Dort hatte der Chor der „Concordia“ die Ehre, eine Papstmesse, in deren Verlauf der Papst fünf Seligsprechungen vornahm, gesanglich zu umrahmen. Es war für die Sängerinnen und Sänger ein einmaliges Erlebnis, ihre Chorbeiträge teilweise in lateinischer und italienischer Sprache vor der gewaltigen Kulisse von 85.000 Menschen aus vielen Nationen und aus allen Erdteilen zu Gehör zu bringen.

Der große Erfolg des gemischten Chores auf der Romreise war gleichzeitig die Geburtsstunde eines Frauenchores, der am 5. Oktober gegründet wurde. Der Frauenchor hat mit seinen 50 Sängerinnen von Anfang an bei seinen Auftritten auf hohem gesanglichem Niveau überzeugt.

 

1983

Der Verein konnte nun mit drei leistungsstarken Gesangsgruppen in der Öffentlichkeit auftreten und dies wurde im Mai durch eine Satzungsänderung Namensänderung in „Gesangverein Concordia Reichenbach“ bekräftigt

 

1985

In diesem Jahr feierte der Gesangverein sein 110-jähriges Bestehen mit zwei Festkonzerten im Kurhaus zusammen mit dem Chor „Coral Salve de Laredo“ als Gast.

 

1989

Im Mai unternahm der Frauen- und Männerchor eine 5-tägige Konzertreise nach Ungarn. Einer der Höhepunkte war dabei das Konzert in der historischen Matthias-Kirche der ungarischen Metropole Budapest.

 

1992

Zur 700-Jahrfeier der Gemeinde Waldbronn zeigte die „Concordia“ ihre enge Verbundenheit mit der Gemeinde durch ein festliches Konzert im Kurhaus und durch seine Mitwirkung beim historischen Marktfest mit Umzug. Die Theatergruppe der „Concordia“ gab anlässlich des Jubiläums der Gemeinde ein Sondergastspiel mit dem Titel: „Familienkrach im Doppelhaus“, was zu einem großen Erfolg wurde. Zum 10-jährigen Jubiläum des Frauenchores gab es ein Konzert mit befreundeten Vereinen im Kurhaus.

 

1994

Sein 25-jähriges Jubiläum feierte der Kinderchor am 24. April mit einem Festakt im Pfarrsaal der kath. Kirche St. Wendelin in Reichenbach. Einige ehemalige Knabenchorsänger, heute aktiv im Männerchor, formierten sich zu einem Chor unter der Leitung von Hans Jürgen Isele. Auch das Kreiskinderchorsingen, das anlässlich des 25. Geburtstages des Kinderchores im Rahmen unseres Weinfestes stattfand, war ein großer Erfolg.

In diesem Jahr wurden auch die „Gaudi Gugge“ der „Concordia“ gegründet.

1995

Am 7. Mai veranstaltete der Gesangverein „Concordia“ Reichenbach ein festliches Kirchenkonzert in der Pfarrkirche St. Wendelin in Reichenbach. Ausführende waren der Männer- und Frauenchor der „Concordia“ sowie das Badische Bachorchester und Mitglieder der Badischen Staatskapelle. Der Reinerlös dieses Konzertes wurde für die neue Orgel der Pfarrkirche St. Wendelin zur Verfügung gestellt.

 

1997

Mit der Unterzeichnung der Nutzungsverträge mit der Gemeinde Waldbronn am 6. Juli 1994 wurde ein wichtiger Grundstein für die weitere Entwicklung des Vereins gelegt. Es begann nämlich der Aufbau eines neuen, eigenen Probenraumes. Bisher war der Gesangverein mit seinen Chorproben immer nur als Gast irgendwo in fremden Räumen untergebracht.

Der Aufbau des neuen Probenraumes erfolgte in enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde Waldbronn, wobei die Gemeinde für den Rohbau und für den Innenausbau der Gesangverein selbstverantwortlich war. 49 Helfer und Mitglieder des Vereins haben in Eigenleistung ca. 3.400 Arbeitsstunden investiert und einen sehr schönen Probenraum mit einer ausgezeichneten Akustik geschaffen. Am 10. Juli war es schließlich so weit und die offizielle Einweihung des „Concordia Treffs“ konnte erfolgen, nachdem die erste Singstunde bereits am 22. April 1997 stattgefunden hatte. Von „einem Meilenstein in der 122-jährigen Geschichte der Concordia“ sprach 1. Vorstand Franz Becker bei der Feierstunde im „Concordia Treff“, dessen kirchliche Weihe von Geistlicher Rat Pfarrer Ernst Kneis vorgenommen wurde. Der neue Name „Concordia Treff“ für den eigenen Probenraum wurde durch einen Namenswettbewerb der Sängerinnen und Sänger bestimmt. Beim Tag der offenen Tür am 13. Juli wurde der „Concordia Treff“ der Öffentlichkeit vorgestellt und alle Mitglieder und Freunde der „Concordia“ konnten sich von der Schönheit und Klangfülle des neuen Proberaumes überzeugen. Bei dem traditionell jedes Jahr im September stattfindenden Weinfest wurde in diesem Jahr zum ersten Mal die „Concordia Schlagernacht“ veranstaltet. Diese erfolgreiche Playback Show ist heute weit über die Grenzen Waldbronns hinaus bekannt.

 

2000

Mit einem Jahr gespickt mit Veranstaltungen feierte die „Concordia“ ihr 125-jähriges Vereinsjubiläum. Den Beginn machte ein Neujahrsempfang im „Concordia-Treff. Unter Teilnahme aller Chorgruppen sowie den Blechbläsern der Badischen Staatskapelle fand das Jubiläumskonzert im Kurhaus Waldbronn statt. Das Festbankett fand im Juli statt, zu dem Franz Becker prominente Gäste wie Bürgermeister Martin Altenbach, Landrat Claus Kretz, MdL Dr. Erwin Vetter sowie den 1. Vorsitzenden des Sängerkreises Karlsruhe, Herrn Reiner Heinold begrüßen konnte. Zum Termin des Festbanketts war auch die Festschrift zum 125-jährigen Jubiläum fertig gestellt.

Umfangreiche Vorbereitungen waren für das Jubiläumsfest, das vom 14. Juli bis 17. Juli 2000 stattfand, notwendig. Höhepunkte waren die große Sommernachtsparty mit den Night Kings und den Moonlights, der große Festumzug, die 6. Waldbronner Miniplayback-Show sowie die Veranstaltung des Fernsehklassikers „Wetten dass…“

 

2001

Im Mai war der Gesangverein „Choral Chantejoye“ aus der Partnergemeinde St. Gervais zu Gast bei der „Concordia. Höhepunkt war das gemeinsame Konzert im Kurhaus Waldbronn.

 

2002

Im Mai feierte der Frauenchor den 20. Geburtstag. Die Feierstunde im Kurhaus fand gemeinsam mit einigen befreundeten Gastchören statt.

Ebenfalls im Mai stand der Gegenbesuch beim Gesangverein „Choral Chantejoye“ in der Partnergemeinde St. Gervais auf dem Programm.

 

2003

In der Generalversammlung am 22. März gab Franz Becker nach 25 Jahren als 1. Vorsitzender das Amt am Helmuth Bichler ab. Der Jugendchor wurde während des Konzerts im Mai in „The Voices“ umbenannt. Nach nahezu 25-jähriger Arbeit gab Hans Jürgen Isele den Dirigentenstab bei der „Concordia“ ab. Nachfolger wurde im September Edwin Knaus.

 

2004

Höhepunkt des Jahres war der Vereinsausflug nach Berlin. 116 Vereinsmitlieder machten sich am Christi Himmelfahrtsmorgen auf den Weg, die Bundeshauptstadt zu besuchen.

Im Juni fand im Kurhaus erstmals ein polnisch-deutscher Abend statt, der von der „Concordia“ mitgestaltet wurde.

Nachfolger von Julia Isele, die den Kinderchor über 10 Jahre und den Jugendchor The Voices seit der Gründung im Jahre 1998 musikalisch leitete, wird Joachim Langnickel.

 

 

2005

Harry Reiser wurde in der Jahreshauptversammlung am 05.03. zum Nachfolger von Helmuth Bichler als 1.Vorsitzender gewählt.

Unter dem Motto CONCORDIA – 130 Jahre alt und doch so jung fanden im Laufe des Jahres einige Veranstaltungen zum 130-jährigen Geburtstag statt. Höhepunkte waren das Frühlingskonzert am 08. Mai, das Konzert der Don Kosaken am 09. Oktober und der Dankgottesdienst am Silvesterabend in der Kirche St. Wendelin

 

 

2006

Zwei Highlights gab es in diesem Jahr. Zum einen Fand im Mai ein Vereinsausflug an den Bodensee statt, zum andern hatte die „Concordia“ im Juli Besuch aus Griechenland. Unter dem Motto „Griechenland zu Gast bei Freunden“ fand im Kurhaus Waldbronn eine Deutsch-Griechische Sommernacht statt.

 

 

2007

Der Frauenchor feierte in diesem Jahr sein 25-jähriges Jubiläum.

„Mamma Mia – war das ein Event!“ Mit dieser Überschrift feierte die Presse das kulturelle Ereignis 2007 im Kurhaus von Waldbronn. An drei ausverkauften Abenden zeigte die „Concordia“ ihre Interpretation des Musicals von ABBA.

 

2008

Harry Reiser wurde in der Mitgliederversammlung für drei weitere Jahre in seinem Amt als Vorsitzender bestätigt. Vom 15.-18. Mai machte sich eine Concordia-Reisegruppe zu einem Gegenbesuch nach Thermi/Thessaloniki in Griechenland auf.

Aufgrund des Riesenerfolges im Vorjahr gab es im Juni eine Neuauflage von „Mamma Mia“ mit zwei weiteren restlos ausverkauften Veranstaltungen im Kurhaus.

 

2009

Ganz im Zeichen des 40. Geburtstages des   Kinderchores stand das Jahr 2009. Zwei Highlights fanden anlässlich dieses außergewöhnlichen Jubiläums statt. Im Mai führten die aktuellen „Concordia Kids“ gemeinsam mit Schülern der Albert-Schweitzer- Schule zweimal das Kindermusical „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ im Kurhaus auf. Ein „Ehemaliger Knabenchor“ mit 35 Sängern der ersten Jahre dieser Chorgruppe feierte beim Weinfest im September ein Wiedersehen und brachte mit Liedern aus der Anfangszeit des damals ausschließlich aus Knaben bestehenden Chores die Festhalle zum Toben.

 

2010

Am 13. Januar 2010 schlug die Geburtsstunde des neu gegründeten „Teenie Prokjektchores“. Die musikalische Leitung übernahm auch hier Joachim Langnickel, die organisatorische Leitung lag in den Händen von Tina Jankovic. Ziel der Gründung dieser neuen Concordia Chorgruppe war es, die Lücke beim Übergang von den „Concordia Kids“ zu „The Voices“ zu schließen und Jugendlichen zwischen dem 13. und 20. Lebensjahr das Singen im Chor zu ermöglichen. Die ersten Auftritte hatten an die zehn neue Chormitglieder beim Frühjahrskonzert der Musikschule Hedy Bischoff und beim Concordia Weinfest.

Für das erste in der langjährigen Vereinsgeschichte geplante gemeinsame Konzert mit dem Musikverein Lyra im April 2011 wurde das ganze Jahr über intensiv geprobt.

Eigens für diesen Anlass wurde ein Projektchor, bestehend aus Männer- und   Frauenchor, unterstützt durch Aktive der Gruppe „The Voices“ und neuen Sängerinnen und Sängern, ins Leben gerufen.

 

Kultureller Höhepunkt des Jahres war ein dreitägiger Vereinsausflug im Mai in die Waldbronner Partnerstadt Stadtilm.

 

2011

Ein historisches Ereignis prägte das Jahr 2011. Erstmals in ihrer langjährigen Vereinsgeschichte veranstalteten der Musikverein Lyra und der Gesangverein CONCORDIA Reichenbach am 09. und 10. April 2011 ein gemeinsames Konzert im zweimal ausverkauften Kurhaus Waldbronn.  Eine bereits vor Jahren geborene Idee wurde somit in die Tat umgesetzt. 55 Musikerinnen und Musiker zusammen mit 90 Sängerinnen und Sänger des Frauen- und Männerchores begeisterten sowohl mit klassischen Stücken als auch mit modernen Hits. Mit „Ehrenkassier“ Herbert Anderer und „Vereinsmetzger“ Gerhard Sdun sind nach schwerer Erkrankung zwei allseits beliebte Sängerkameraden verstorben und haben eine große Lücke hinterlassen. Die Gruppe „The Voices“ startete mit den Proben für ein Rockkonzert im Herbst 2012.

 

2012

Mit befreundeten Frauenchören feierte der CONCORDIA Frauenchor im April sein 30jähriges Bestehen im Kurhaus bei einem „Frühlingsfest der Melodien“. Die CONCORDIA Kids glänzten im Juli im katholischen Pfarrzentrum bei einer zweimaligen Aufführung des Kindermusicals „Kaiser Knöpfchen“. The Voices zündete ein weiteres Glanzlicht in der Vereinsgeschichte und setzte mit einem Rockkonzert im November neue Maßstäbe. Singende und tanzende CONCORDIA Akteure in Höchstform sowie ein vor Begeisterung rasendes Publikum machten das Kurhaus an zwei Abenden zu einem Rocktempel.

 

2013

50 Jahre CONCORDIA Fastnacht konnte in diesem Jahr gefeiert werden. Den beiden traditionellen Prunksitzungen zu Beginn des Jahres folgte anlässlich dieses für einen Gesangverein außergewöhnlichen Jubiläums im November ein Konzert des CONCORDIA Narrenchores, bei dem auch noch Sänger der ersten Stunde dieses Chores mitwirkten. Dabei wurden Höhepunkte aus 50 Jahren Narrenchor einem begeisterten Publikum im Kurhaus präsentiert.

 

2014

Die CONCORDIA Kids und der Teeniechor boten im April bei einem gemeinsamen Konzert mit der Jugendkapelle des Musikvereins Lyra Reichenbach anläßlich der Feierlichkeiten zum 175-jährigen Jubiläum der St. Wendelin Kirche eine beeindruckende Leistung und betrieben dabei allerbeste Werbung für den singenden Nachwuchs. Bei einer Neuauflage eines erstmals im Jahr 2012 mit großem Erfolg aufgeführten Rockkonzertes begeisterte die Chorgruppe The Voices im Herbst erneut mit Top-Hits aus verschiedenenen Epochen und brachte das Kurhaus an zwei Abenden zum Beben.

 

2015 Die CONCORDIA durfte in diesem Jahr ihren 140. Geburtstag feiern. Anlässlich dieses Jubiläums wirkten alle CONCORDIA Chorgruppen bei einem Konzert im April in der St. Wendelin Kirche in Reichenbach mit. Höhepunkt war dabei die berühmte Deutsche Messe von Franz Schubert, die vom Gemischten Chor „a cappella“ aufgeführt wurde und viele Besucher begeisterte. Mit dem „1. CONCORDIA Oktoberfest“ war im September zum Auftakt des traditionellen Weinfestes ein besonderes Schmankerl angesagt. Ebenfalls beim Weinfest fand bereits zum 20. Mal die „CONCORDIA Playback Schlagernacht“ statt.

 

2016

Die gebürtige Brasilanerin Bettina Horsch hat zu Beginn des Jahres die musikalische Leitung der CONCORDIA Kids von Joachim Langnickel übernommen. Mit Helmut Völkle und Wolfgang Kraft sind im Sommer zwei langjährige Sänger, ehemalige Verwaltungsmitglieder in führenden Positionen sowie aktive Fastnachter verstorben. Die Gruppe „The Voices“ startete mit den Proben für ein Konzert im Jahr 2018 anläßlich des 20. Geburtstages dieser Chorgruppe.

 

2017

Die CONCORDIA hat tatkräftig bei den Feierlichkeiten und Veranstaltungen anläßlich des 725-jährigen Bestehens der Gemeinde Waldbronn mitgewirkt. Bei einem Waldbroner Abend im Mai, der von Waldbronner Vereinen ausgerichtet wurde, war die CONCORDIA mit mehreren Aktiven vertreten. Höhepunkt war sicherlich die Wiederbelebung der Reichenbacher Kirwe, die letztmals vor 15 Jahren stattfand. Beim CONCORDIA Weinfest im Herbst wurde gemeinsam mit der Kirwegesellschaft, dem Musikverein Lyra und den Heimatstüblern dieses traditionelle Event bei einem stimmungsvollen Programm mit einer überragenden Besucherzahl gefeiert. Der Frauenchor durfte seinen 35. Geburtstag feiern. Ein kleiner Festakt mit Gastchören fand ebenfalls beim Weinfest statt. Alle CONCORDIA Chorgruppen durften sich an einem schönen Sonntag im Mai bei der Gartenschau in Bad Herrenalb präsentieren.