Concordia punktete mit viel Lokalkolorit und den Gardetänzen

Getreu dem Motto „Heute Nacht – ja da feiern wir“ waren am vergangenen Samstag im Kurhaus Waldbronn bis kurz nach Mitternacht unterhaltsame Stunden bei der Concordia-Prunksitzung im Jahr 2019 angesagt.
Sitzungspräsident Achim Waible und Harry Reiser führten dabei gewohnt souverän durch das gut vierstündige Programm.

Aktuelle Themen der großen und der Lokalpolitik nahm der Narrenchor unter die närrische Lupe.

Bereits beim Mottolied, gesungen von Jenny, Gaby und Kurt Bechtel sowie Werner Schottmüller, wurden die Besucher auf einen stimmungsvollen Abend eingeschworen. Stimmungsvoll war auch der Auftritt des Narrenchores unter der Leitung von Kurt Bechtel, musikalisch begleitet von Karl Scheibl und Alois Horsch. Nicht nur die Welt- und die nationale Politik, auch die

Kommunalpolitik – mit aktuellen Themen wie Verkehrsproblematik und maroder Kurparkbrücke – durfte nicht fehlen und wurde von den Sängern eindrucksvoll aufs Korn genommen. Von Donald Trump über Angela Merkel bis hin zu Bürgermeister Franz Masino – es gab (fast) niemanden, den der Narrenchor mit Texten zu bekannten Melodien und Ohrwürmern nicht besungen hat. Aber nicht nur politische Themen waren Inhalt des Auftritts dieses Chores, gesungen wurde auch zu Themen wie E-Bike, Selfies und Übergewicht. Zu letzterem ließ insbesondere Rainer Calmund herzlich grüßen.

Ein gelungenes Debut in der Bütt feierte der 14-jährige Moritz Blesinger als „Bub, der es schwer hat“.

Es wurde aber nicht nur gesungen und geschunkelt an diesem Abend. Was wäre eine Concordia-Prunksitzung ohne Büttenreden? Beim ersten Büttenredner handelte es sich mit Moritz Blesinger gleich um einen Debütanten. Der 14-jährige plauderte als „Bub, der es schwer hat“, aber am Ende seiner Rede zur gegenteiligen Erkenntnis kommt, über alltägliche Situationen in seinem Leben und konnte ein vielbeachtetes Debüt in der Bütt feiern. Schon auf etliche Jahre Erfahrung in der Bütt kann Apolonia Donnerkrach, eine Bauersfrau aus Reichenbach, dargestellt von Gaby Horatschek, zurückblicken. Auch sie wusste wieder so allerhand zu berichten, sowohl über Landwirtschaftsministerin Klöckner als auch über Busenbacher vor dem Himmelstor. Suse Blesinger als Rosa Schrill machte ihrem Namen wieder alle Ehre und machte sich – in Reimform – entsprechend schrill, aber mit viel Gespür für Themen wie Falschparker in Waldbronn sowie die Kanzlerin und den Flughafen in Berlin so ihre Gedanken. Nicht fehlen durfte auch der über die Waldbronner Fastnachtsgrenzen hinaus bekannte Vincenz, verkörpert von Achim Waible. Seit ein paar Jahren unterstützt von Sohn Gustele, dargestellt von Mirko Gremsperger, gelingt es Beiden im orangenen Hemd und mit großer blauer Schildmütze immer wieder aufs Neue, in unnachahmlicher Art und Weise mit Anekdoten aus ihrem Leben die Lachmuskeln der Besucher zu strapazieren.

Als Schneeflocken zauberte die Kindergarde einen Hauch von Winter in den Kurhaussaal.

Bleiben noch die verschiedenen Tanzgarden des Vereins, ohne die eine Concordia-Fastnacht undenkbar wäre. Die vielen Aktiven dieser Garden begeisterten bei ihren Auftritten mit ausgefeilten Choreografien, beeindruckenden Showelementen und tollen Kostümen und verzauberten das Publikum mit außergewöhnlichen Themen. Nachdem sich die Besucher darüber freuen durften, mit der Kindergarde (Leitung: Isabella Hammer) doch noch die in den letzten Wochen ausgebliebenen Schneeflöckchen zu sehen, gaben die Jugend-, Haupt- und Frauengarde (Leitung Kristina Bodnar/Janine König und Jana-Kristin Müller/Nicole Zeyer) einen Einblick in die Welt der Gefangenen, der Casino-Hauptstadt Las Vegas und der Außerirdischen im Weltall. Ein besonderer Augenschmaus waren auch in diesem Jahr wieder die aus einer Concordia-Prunksitzung nicht wegzudenkenden Gardetänze der Kindergarde, der Rot-Grünen Funken und natürlich von Tanzmariechen Vianne Kunz (alle unter der Leitung von Petra Becker).

Was  wäre eine CONCORDIA Fastnacht ohne ihre Tanzgarden?